Forderung nach Frauensitzplätzen im ÖPNV in Berlin
Der Anlass
Frauen in Berlin werden durch das raumgreifende Verhalten eines großen Teiles der männlichen Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr gestört, belästigt und in ihrem eigenen Platzbedarf extrem eingeschränkt. Insgesamt wird frau damit genötigt, sich auf ihrer Fahrt mit fremden Männern zu befassen, obwohl ihr Anliegen nur darin besteht von A nach B zu gelangen, z. B. zur Arbeit, und sich den eigenen Themen des Tages zu widmen. In diesem Zusammenhang der Belästigung entstehen zudem Kränkung und Erniedrigung.
Das raumgreifende männliche Verhalten zeigt sich im Einzelnen im:
- breitbeinigen Sitzen (blockieren von freien Sitzflächen und „Anmache“)
- Arme über die Lehnen legen (blockieren von freien Sitzflächen und „Anmache“)
- Anstarren und Anglotzen („Anmache“)
- bewussten und gewollten Körperkontakt zu weiblichen Sitznachbarn („Anmache“)
- das (bewusste) Auslegen von Taschen auf weitere Sitzfläche (blockieren von freien Sitzflächen)
- Diese Verhaltensweisen treten zudem häufig in Kombination auf.
Beobachtungen in den Fahrzeugen der Linien U7, U8, U9, der Ring-Bahn und in Bussen in Neukölln und Wedding
Sozial unverträgliches Verhalten von Männern im ÖPNV erlebe ich täglich bei meinen täglichen Fahrten zur Arbeit und auf weiteren Fahrten in meiner Freizeit, tagsüber und abends.
Das sozial unverträgliche Verhalten erlebe ich sehr stark in den (Teil-)Bezirken Neukölln-Nord, Kreuzberg und Wedding. Jedoch auch regelmäßig in den anderen Bezirken der Stadt. In Neukölln-Nord ist es so extrem, dass bei manchen Fahrten in nutzungsarmen Zeiten mit der U8 oder U7 fast alle Sitzbereiche von Männern durch oben aufgelistetes Verhalten blockiert werden. Die weiblichen Fahrgäste in den Waggons ziehen es in dieser Situation vor zu stehen – fast alle! Obwohl praktisch drei Viertel (!) der Sitzplätze nicht wirklich besetzt sind, sondern eben blockiert werden. Um es anschaulich zu machen: Die männlichen Fahrgäste blockieren durch die raumgreifende Art und Weise, in der sie einen Sitzplatz „besetzen“, drei weitere Sitzplätze.
Sozial verträgliches und sozialunverträgliches Verhalten von Männern im ÖPNV
Bei dem Konzeptentwurf für Frauensitzplätze im ÖPNV geht es nicht um eine Männerschelte. Es geht darum, jenen Frauen, die den ÖPNV nutzen wollen, um unbelästigt von A nach B zu kommen, dieses auch zu ermöglichen. Selbstverständlich verhalten sich nicht alle Männer im ÖPNV Frauen gegenüber sozial unverträglich. Jedoch leider so viele, dass diese den Anlass und den Motor für das Konzept für Frauensitzplätze darstellen.
Gründe für das männliche sozial unverträgliche Verhalten im ÖPNV
Die Gründe für das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen im ÖPNV kenne ich nicht, und sie sind mir in diesem Zusammenhang – Forderung nach Frauensitzplätzen – auch gleichgültig. Wie gesagt, habe ich keine missionarische Absicht, das Verhalten von Männern zu ändern. Eben auch weil sich viele Männer sozial verträglich, angemessen verhalten. Und bei den anderen Männern sehe ich nicht, dass es eine Chance gäbe - in einem angemessenen Zeitraum – ein anderes, sozial angemessenes Verhalten im ÖPNV „zu erzeugen“.
Die Einrichtung von Frauensitzplätzen, bzw. Frauenabteilen ist der Lösungsansatz, der mit geringen Kosten eine größtmögliche Wirkung erzielen kann.
Die Ziele
Bei der Einrichtung von Frauensitzplätzen geht es darum,
- dass Frauen vorhandene aber blockierte Sitzplätze im ÖPNV wieder nutzen können,
- dass Frauen den ÖPNV unbelästigt nutzen können,
- dass Frauen ohne Erniedrigung und Kränkung den ÖPNV nutzen können,
- dass Frauen den ÖPNV in den Hauptverkehrszeiten, als auch in nutzungsschwachen Zeiten nutzen können, ohne der gewollten oder auch ungewollten Anmache und dem gewollten oder ungewollten Körperkontakt seitens der männlichen Fahrgäste ausgesetzt zu sein.
Die Umsetzung
Frauensitzplätze dürfen von Frauen, Mädchen und Frauen mit Kindern genutzt werden. Frauen unterliegen keinem Zwang die Frauensitzplätze nutzen zu müssen. (Bei der Konzeptinitiative wird natürlich davon ausgegangen, dass die Frauensitzplätze gerne angenommen werden.) Männern ist es verboten, Frauensitzplätze zu nutzen.
Wenn Frauenabteile kontrolliert werden – Fahrscheinkontrolle -, wird die Kontrolle durch weibliche Mitarbeiter durchgeführt.
Frauensitzplätze müssen in ihrer Anzahl verhältnismäßig sein, sprich sie sollen keine Einschränkung im Sitzplatzangebot für Männer erzeugen. Und in der Annahme, dass viele Frauen keinen Frauensitzplatz in Anspruch nehmen, da sie z. B. in männlicher Begleitung sind, und deshalb die gemischten Platzangebote nutzen möchten.
Konkrete Umsetzung
Jeweils der letzte Waggon pro U-Bahn und S-Bahn wird für Frauenplätze bereitgestellt (Sitz- und Stehplätze). In Bussen werden Frauensitzplätze nach dem Schweizer Modell eingerichtet.
Pilotphase
In der Pilotphase werden Teststrecken zur Prüfung des erwarteten Bedarfes eingerichtet, auf den U-Bahnlinien U6, U7 und U8 und auf den Ringbahnen S41 und S42.
In allen anderen U- und S-Bahn Linien wird der letzte Waggon mit deutlichen Hinweisen versehen, die dazu auffordern, den Waggon den weiblichen Fahrgästen freiwillig zu überlassen. Genauso in allen Bussen die vorderen Plätze.
Frauen in Berlin werden durch das raumgreifende Verhalten eines großen Teiles der männlichen Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr gestört, belästigt und in ihrem eigenen Platzbedarf extrem eingeschränkt. Insgesamt wird frau damit genötigt, sich auf ihrer Fahrt mit fremden Männern zu befassen, obwohl ihr Anliegen nur darin besteht von A nach B zu gelangen, z. B. zur Arbeit, und sich den eigenen Themen des Tages zu widmen. In diesem Zusammenhang der Belästigung entstehen zudem Kränkung und Erniedrigung.
Das raumgreifende männliche Verhalten zeigt sich im Einzelnen im:
- breitbeinigen Sitzen (blockieren von freien Sitzflächen und „Anmache“)
- Arme über die Lehnen legen (blockieren von freien Sitzflächen und „Anmache“)
- Anstarren und Anglotzen („Anmache“)
- bewussten und gewollten Körperkontakt zu weiblichen Sitznachbarn („Anmache“)
- das (bewusste) Auslegen von Taschen auf weitere Sitzfläche (blockieren von freien Sitzflächen)
- Diese Verhaltensweisen treten zudem häufig in Kombination auf.
Beobachtungen in den Fahrzeugen der Linien U7, U8, U9, der Ring-Bahn und in Bussen in Neukölln und Wedding
Sozial unverträgliches Verhalten von Männern im ÖPNV erlebe ich täglich bei meinen täglichen Fahrten zur Arbeit und auf weiteren Fahrten in meiner Freizeit, tagsüber und abends.
Das sozial unverträgliche Verhalten erlebe ich sehr stark in den (Teil-)Bezirken Neukölln-Nord, Kreuzberg und Wedding. Jedoch auch regelmäßig in den anderen Bezirken der Stadt. In Neukölln-Nord ist es so extrem, dass bei manchen Fahrten in nutzungsarmen Zeiten mit der U8 oder U7 fast alle Sitzbereiche von Männern durch oben aufgelistetes Verhalten blockiert werden. Die weiblichen Fahrgäste in den Waggons ziehen es in dieser Situation vor zu stehen – fast alle! Obwohl praktisch drei Viertel (!) der Sitzplätze nicht wirklich besetzt sind, sondern eben blockiert werden. Um es anschaulich zu machen: Die männlichen Fahrgäste blockieren durch die raumgreifende Art und Weise, in der sie einen Sitzplatz „besetzen“, drei weitere Sitzplätze.
Sozial verträgliches und sozialunverträgliches Verhalten von Männern im ÖPNV
Bei dem Konzeptentwurf für Frauensitzplätze im ÖPNV geht es nicht um eine Männerschelte. Es geht darum, jenen Frauen, die den ÖPNV nutzen wollen, um unbelästigt von A nach B zu kommen, dieses auch zu ermöglichen. Selbstverständlich verhalten sich nicht alle Männer im ÖPNV Frauen gegenüber sozial unverträglich. Jedoch leider so viele, dass diese den Anlass und den Motor für das Konzept für Frauensitzplätze darstellen.
Gründe für das männliche sozial unverträgliche Verhalten im ÖPNV
Die Gründe für das unterschiedliche Verhalten von Männern und Frauen im ÖPNV kenne ich nicht, und sie sind mir in diesem Zusammenhang – Forderung nach Frauensitzplätzen – auch gleichgültig. Wie gesagt, habe ich keine missionarische Absicht, das Verhalten von Männern zu ändern. Eben auch weil sich viele Männer sozial verträglich, angemessen verhalten. Und bei den anderen Männern sehe ich nicht, dass es eine Chance gäbe - in einem angemessenen Zeitraum – ein anderes, sozial angemessenes Verhalten im ÖPNV „zu erzeugen“.
Die Einrichtung von Frauensitzplätzen, bzw. Frauenabteilen ist der Lösungsansatz, der mit geringen Kosten eine größtmögliche Wirkung erzielen kann.
Die Ziele
Bei der Einrichtung von Frauensitzplätzen geht es darum,
- dass Frauen vorhandene aber blockierte Sitzplätze im ÖPNV wieder nutzen können,
- dass Frauen den ÖPNV unbelästigt nutzen können,
- dass Frauen ohne Erniedrigung und Kränkung den ÖPNV nutzen können,
- dass Frauen den ÖPNV in den Hauptverkehrszeiten, als auch in nutzungsschwachen Zeiten nutzen können, ohne der gewollten oder auch ungewollten Anmache und dem gewollten oder ungewollten Körperkontakt seitens der männlichen Fahrgäste ausgesetzt zu sein.
Die Umsetzung
Frauensitzplätze dürfen von Frauen, Mädchen und Frauen mit Kindern genutzt werden. Frauen unterliegen keinem Zwang die Frauensitzplätze nutzen zu müssen. (Bei der Konzeptinitiative wird natürlich davon ausgegangen, dass die Frauensitzplätze gerne angenommen werden.) Männern ist es verboten, Frauensitzplätze zu nutzen.
Wenn Frauenabteile kontrolliert werden – Fahrscheinkontrolle -, wird die Kontrolle durch weibliche Mitarbeiter durchgeführt.
Frauensitzplätze müssen in ihrer Anzahl verhältnismäßig sein, sprich sie sollen keine Einschränkung im Sitzplatzangebot für Männer erzeugen. Und in der Annahme, dass viele Frauen keinen Frauensitzplatz in Anspruch nehmen, da sie z. B. in männlicher Begleitung sind, und deshalb die gemischten Platzangebote nutzen möchten.
Konkrete Umsetzung
Jeweils der letzte Waggon pro U-Bahn und S-Bahn wird für Frauenplätze bereitgestellt (Sitz- und Stehplätze). In Bussen werden Frauensitzplätze nach dem Schweizer Modell eingerichtet.
Pilotphase
In der Pilotphase werden Teststrecken zur Prüfung des erwarteten Bedarfes eingerichtet, auf den U-Bahnlinien U6, U7 und U8 und auf den Ringbahnen S41 und S42.
In allen anderen U- und S-Bahn Linien wird der letzte Waggon mit deutlichen Hinweisen versehen, die dazu auffordern, den Waggon den weiblichen Fahrgästen freiwillig zu überlassen. Genauso in allen Bussen die vorderen Plätze.
öpnv - 24. Jun, 14:46
